Autonomes „Fahren“ für die Stromnetze?

Verantwortung für die Versorgungssicherheit immer stärker auf Maschinen übertragen

Über selbstfahrende Autos wird öffentlich viel diskutiert. Die Begeisterung über die technischen Möglichkeiten ist die eine Seite. Die andere Seite ist die Last der Verantwortung: Kann der Mensch den Maschinen wichtige Aufgaben einfach übertragen? Auch Netzbetreiber stehen derzeit vor diesem Dilemma. Viele Prozesse sind bereits automatisiert, weitere Investitionen stehen an. Damit wird Verantwortung für die Versorgungssicherheit immer stärker auf die Maschinen übertragen. Auf dem BDEW-Fachkongress Treffpunkt Netze’19 widmet sich der Block IV unter dem Titel #Neuland der Weiterentwicklung des Netzbetriebs mit Digitalisierung, Virtualisierung und Künstlicher Intelligenz.

 

Klar ist, dass die wachsende Komplexität des Systems ohne automatisierte Steuerung nicht denkbar ist. „Die Netze der elektrischen Energieversorgung - und vor allem die Verteilungsnetze - werden die entscheidende Plattform zur Beherrschung der Komplexität einer zunehmend dezentralen Energieversorgung sein“ erläutert Prof. Dr. Jochen Kreusel, Market Innovation Manager, Power Grids Division, ABB AG mit Blick auf seinen Vortrag. Zentral ist dabei die Frage der Verantwortung: „Und auch, wenn es uns heute noch sehr ungewohnt erscheint, werden wir darüber nachdenken müssen, welche der notwendigen betrieblichen Entscheidungen künftig von Maschinen getroffen werden können“, so Kreusel.

 

Unter dem Motto „einfach machen“ trifft sich die Netzwirtschaft am 26. und 27. März 2019 im WECC – Westhafen Event & Convention Center in Berlin.

 

Programm und Anmeldung unter www.treffpunkt-netze.de