Energiediscounter – günstig aber riskant?

Forderungsmanagement im Netzbetrieb

Immer kürzer werden die Abstände, dass Energiediscounter Insolvenz anmelden. Zuletzt traf es im Februar den Billiganbieter Bayerische Energieversorgung (BEV).

Ein Wechsel zu einem solchen Billiganbieter ist für den Kunden zwar auf den ersten Blick lukrativ, aber nicht ohne Risiko. Die mehreren hunderttausend Kunden der BEV werden zwar weiterhin ohne Unterbrechung mit Strom und Gas beliefert, müssen aber nun mit den vermutlich höheren Preisen ihres Grundversorgers klarkommen, der in solchen Fällen einspringt. Außerdem gehen bei solchen Insolvenzen häufig Boni, mit denen Discounter ihre Kunden locken, verloren.

Aber nicht nur die Kunden trifft eine solche Insolvenz. Auch manch ein Netzbetreiber bekommt in solchen Fällen häufig Probleme. Denn solche Insolvenzen führen beim Netzbetreiber i. d. R. zu Forderungsrückständen und –ausfällen. Hier gilt es, zumindest für die Zukunft, präventive Sicherungs- und vertragsrechtliche Inkassomaßnahmen vorzubereiten und einzurichten, um das eigene Unternehmen vor Zahlungsausfällen und eigenen Liquiditätsproblemen zu schützen.

Welche Lehren Netzbetreiber aus solchen Insolvenzverfahren konkret ziehen können und wie sie ihr Forderungsmanagement optimal aufstellen, erfahren sie im Rahmen des BDEW-Informationstages „Forderungsmanagement im Netzbetrieb“ am 14. Mai 2019 in Hannover. Seien Sie dabei!