Finaler Entwurf zu Suedlink vorgestellt: So soll die Stromtrasse verlaufen

Bau, Betrieb und Instandhaltung von Stromnetzen

TransnetBW und Tennet haben in Berlin vorgestellt wie die Nord-Süd-Stromleitung durch Deutschland künftig verlaufen soll. Dieser vorgeschlagene Streckenkorridor der Übertragungsnetzbetreiber wird der Bundesnetzagentur (BNetzA) nun, unterteilt in fünf Abschnitte, bis Ende März zur Entscheidung vorgelegt.

Die Erdkabel verlaufen nun von Schleswig-Holstein (20 Kilometer) nach Niedersachsen (315 Kilometer) durch Hessen (59 Kilometer) und Thüringen (135 Kilometer) nach Bayern (135 Kilometer) und Baden-Württemberg (97 Kilometer). Damit fällt insbesondere die Strecke durch Hessen deutlich kürzer aus, als in den früheren Entwürfen. Der für Osthessen geplante Verlauf geht nun durch Thüringen. In Osthessen hatte es bis zuletzt heftigen Widerstand gegen den Trassenverlauf gegeben. Nach eigener Auskunft haben sich die Übertragungsnetzbetreiber im aktuellen Entwurf jedoch an sachlichen Kriterien wie Wasser- und Artenschutz orientiert und nicht an politischen Wünschen.

Die Investitionen in Suedlink haben ein Volumen von rund zehn Milliarden Euro, die Baumaßnahmen haben eine Gesamtkapazität von rund vier Gigawatt. Bis Ende 2019 will die BNetzA nun den 1000 Meter breiten Korridor festlegen, die komplette Planung voll bis 2021 abgeschlossen sein. Die Baumaßnahmen für Suedlink sollen dann bis 2025 gehen. Die wichtige Stromtrasse verbindet die windreichen Regionen des Nordens mit den Industrie-Knotenpunkten in Süddeutschland.

Die Netzer-Veranstaltung von Praktikern für Praktiker mit Vorträgen aus Bau, Betrieb und Instandhaltung von Stromnetzen: Mainzer Netztagung  am 21./22. Mai 2019 in Mainz.