Forderungsausfälle in den Griff bekommen

Prepaid-Strom das Mittel der Wahl?

Kunden, haben häufig Probleme, mit ihrem Energieverbrauch hauszuhalten und die Forderungen rechtzeitig oder überhaupt zu begleichen. Dadurch haben EVUs haben immer mehr mit Forderungsausfällen zu kämpfen. Die Liefersperre ist dann häufig die letzte Lösung für das EVU an sein Geld zu kommen.

Eine präventive Ersatzlösung stellt Prepaid-Strom dar. Ursprünglich, um besonders zahlungsschwachen Kunden zu helfen, haben die Stadtwerke Düren seit vergangenem Herbst über das Start-up „EnergieRevolte“ - eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Düren – ein digitales Prepaid-Strom-Produkt auf den Markt gebracht. Inzwischen wird diese Lösung auch jedem anderen Kunden angeboten. Es soll für Transparenz sorgen und so den Kunden den Umgang mit den eigenen Stromkosten erleichtern. Die Möglichkeit, digital jederzeit Verbrauch und Kosten nach Bedarf zu regulieren, kommt auch bei Studenten sehr gut an. Dieses Produkt ist einerseits eine Reaktion auf veränderte Kundenwünsche, gleichzeitig beschert es den Stadtwerken weniger Forderungsausfälle.

Eine andere Lösung, um Forderungsfälle zu vermeiden, setzt ebenfalls schon vor der ersten Mahnung an: Eine rechtssichere Verbrauchsermittlung verbunden mit einer korrekten Rechnungsstellung. Was sich so selbstverständlich anhört, lässt sich in der Praxis aufgrund zahlreicher Regelungen und komplizierter Vorgaben nicht immer so leicht umsetzen.

Wie EVUs sich fit machen und somit vor Forderungsausfällen schützen können, erläutern Fach- und Rechtsexperten im Rahmen der beiden BDEW-Informationstage „Rechtskonforme Verbrauchsermittlung und Rechnungsstellung“ am 11. September 2019 und „Liefersperre“ am 12. September 2019 in Leipzig. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über aktuell geltende rechtliche Rahmenbedingungen und haben die Gelegenheit, sich umfassend über praktische Lösungen zu informieren.

(Quelle: https://www.zfk.de)