Fortschrittsbericht zur Energiewende

46,8 Prozent der hiesigen Elektrizität stammen von Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.

Im bisherigen Jahresverlauf 2019 wurde nach Angaben des Fraunhofer-Instituts fast die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien bereitgestellt. 46,8 Prozent der hiesigen Elektrizität stammen von Wind, Sonne, Wasser und Biomasse. Den größten Anteil im Strommix der Bundesrepublik hatte die Windkraft mit 27 Prozent, deutlich vor der Braunkohle, die knapp unter 20 Prozent lag.

Die Energiewende kommt voran, aber zu langsam, heißt es im kürzlich veröffentlichten Fortschrittsbericht der Bundesregierung. Die aktuellen Zahlen sind auf die Erfolge aus der Vergangenheit zurückzuführen. Der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne müsse wieder beschleunigt werden. Die Stellungnahme der Expertenkommission unterstreicht deutlich, wie groß der Handlungsdruck inzwischen geworden ist, um der Zielverfehlung beim Klimaschutz entgegen zu wirken.

Speziell für den weiteren Ausbau der Windkraft schlägt derzeit die Branche Alarm. In den ersten drei Monaten 2019 gingen knapp 90 Prozent weniger Windkraftanlagen ans Netz als im Vorjahresquartal. In neun von 16 Bundesländern wurden gar keine neuen Anlagen errichtet, was auf regulatorische Probleme bei vergangenen und gegenwärtigen Ausschreibungen zurückgeführt wird.

Mit dem Energiesammelgesetz welches am 01. Januar 2019 in Kraft getreten ist, wurden Sonderausschreibungen für Windenergie an Land und Photovoltaik von zusätzlich je 4 Gigawatt bis zum Jahr 2021 sowie Innovationsausschreibungen beschlossen. Darüber hinaus ist das Ziel der neuen Gesetzgebung verbesserte Planungs- und Rechtssicherheit und eine Steigerung der Akzeptanz. Dennoch waren die letzten Ausschreibungen in der Windenergie deutlich unterdeckt. Nur 60% der ausgeschriebenen Mengen konnten bezuschlagt werden. Es fehlt an Flächenausweisungen und rechtssicheren Genehmigungen.

Um die komplexen Zusammenhänge der erneuerbaren Energiewirtschaft zu verstehen, sind grundlegende Branchenkenntnisse notwendig. Die BDEW Akademie schafft mit dem 1x1 der Windenergie ein neues dreitägiges Seminar in dem sie, neben rechtlichen Grundlagen und der wirtschaftlichen Bewertung, einen kompletten Überblick zum Lebenszyklus eines Windparks erhalten.