Fünf-Punkte-Plan als Wunderwaffe gegen Plastikflaschen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat den Plastikabfällen den Kampf angesagt.

Als Waffe präsentierte sie kürzlich folgenden Fünf-Punkte-Plan:

1)    Überflüssiges Plastik vermeiden

2)    Verpackungen umweltfreundlicher gestalten

3)    Recycling stärken

4)    Kein Plastik in Bioabfällen

5)    Kampf gegen den Müll in den Weltmeeren

Um überflüssiges Plastik zu vermeiden, verfolgt das Umweltministerium eine Doppelstrategie: Zum einen soll in Supermärkten zukünftig auf Verpackungsmüll verzichtet werden. Als Vorbild dient die „Plastiktüten-Vereinbarung“, die nach zwei Jahren bereits erhebliche Erfolge erzielt hat. Zum anderen will die Ministerin Alternativen fördern – wie das Trinken von Leitungswasser. Hauptsächlich Wasserspender an öffentlichen Orten sollen Verbraucher überzeugen, weniger Plastikflaschen zu kaufen. Umweltverbänden und Umweltschützer gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Sie kritisieren die freiwillige Selbstverpflichtung sowie die fehlenden gesetzlichen Regelungen, Deadlines und Umsetzungsfristen. Ob der Fünf-Punkte-Plan am Ende Wunderwaffe oder stumpfes Schwert ist, wird sich zeigen.

Unter www.bmu.de erhalten Sie weitere Informationen zum Fünf-Punkte-Plan.