Größte Wasserstoffzugflotte auf Schienen im Rhein-Main-Gebiet

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat dem französischen Zughersteller Alstom einen Großauftrag für Brennstoffzellenzüge erteilt.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat dem französischen Zughersteller Alstom einen Großauftrag für Brennstoffzellenzüge erteilt. Insgesamt sollen 27 Züge zum Fahrplanwechsel 2022/2023 in Betrieb genommen werden. Zum Einsatz kommen sollen die mit Wasserstoff betriebenen Züge auf vier Regionalzuglinien im Taunus.

Der Auftrag umfasst auch die Versorgung mitWasserstoff am Industriepark Höchst, die Instandhaltung sowie Reservezüge für die nächsten 25 Jahre. Der Bund unterstützt die Investition, indem er 40 Prozent der Fahrzeugmehrkosten übernimmt, die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen anfallen, sowie durch eine anteilige Förderung der Wasserstofftankstelle. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann nannte die Anschaffung der 27 Züge „ein Leuchtturmprojekt der Brennstoffzellenmobilität“. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir versprach, das Projekt „tatkräftig zu unterstützen“.

Die Züge mit dem Namen "Coradia iLint" fahren bereits für die Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser auf der knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude. Welche Erfahrungen die Verkehrsbetriebe Elbe-Weser mit den Brennstoffzellenzügen haben, erfahren Sie aus erster Hand bei der BDEW-Fachtagung„Wasserstoff – Kleines Molekül, großes Potenzial“ am 27. und 28. August in Frankfurt am Main.