Grüne Fernwärme: AGFW fordert Anpassung der europäischen Richtlinien und Bundesförderung

Nur so sind die Klimaziele zu erreichen

Energieeffizienzverband AGFW fordert Vorfahrt für grüne Fernwärme und richtet sich damit vor der Bundestagswahl gezielt an die Bundesregierung – nur so seien die ambitionierten Klimaschutzziele bis 2030 und 2050 zu erreichen. Grüne Fernwärme sei dafür besonders wichtig, weshalb der Verband eine Anpassung der rechtlichen und marktregulatorischen Rahmenbedingungen fordert.

Insbesondere die Förderkonditionen seien hier wichtig, so AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch. Die Fernwärmeversorger investieren bereits heute Milliardenbeträge in Technologien wie Geothermie oder Power-To-Heat. Die bestehende Förderlandschaft trage diesen Bestrebungen bisher aber nur zum Teil Rechnung. Denn sie ist eher auf die kleinen Lösungen im Bereich von Neubauten fokussiert, mit nur geringen Laufzeiten und eher kleinen Förderbudgets, so Lutsch weiter.

Das Bundesförderprogramm effiziente Wärmenetze (BEW) ist laut AGFW grundsätzlich bereits ein guter Hebel, doch der Verband wünscht sich eine Anhebung des Gesamtbudgets auf eine Milliarde Euro und eine projektbezogene Höchstgrenze von 100 Millionen Euro. Außerdem wichtig: Verlässlichkeit für langfristige Investitionsprojekte wie Geothermie-Anlagen herzustellen und eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen zuzulassen.

„Um einen erfolgreichen und nachhaltigen Aus- und Umbau von Fernwärme und KWK zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass für die Branche Investitions- und Planungssicherheit hergestellt wird“, so AGFW-Geschäftsführer Lutsch. Das betreffe die Weiterentwicklung der für die Branche maßgeblichen Gesetze und Verordnungen. Außerdem zähle dazu, die Umsetzung von europäischen Richtlinien (EED, RED II) in nationale Gesetzgebung stets im Hinblick auf den Infrastrukturcharakter der Technologie zu treffen.

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