Immer mehr Haushalten wird wegen Zahlungsschwierigkeiten der Strom abgestellt

Forderungsausfälle belasten Unternehmensergebnisse von Energieversorgern

Deutsche Stromversorger drohten in 2017 fast 5 Mio. Haushalten an, den Strom wegen nicht bezahlter Rechnungen abzustellen. Tatsächlich ist dies in rund 7% der Fälle erfolgt. Prozentual wurden die meisten Sperrungen in Bremen durchgeführt, gefolgt von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Am seltensten musste der Strom in Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg abgestellt werden.

Um die Stromversorgung zu unterbrechen, muss ein Zahlungsverzug in einer Höhe von mindestens 100 Euro vorliegen. Zudem muss der Kunde eine Mahnung mit Androhung einer Sperrung erhalten haben. Dabei kann der Lieferant für Mahnung, Sperrung und auch für die Wiederherstellung der Versorgung die Kosten in Rechnung stellen. Die dafür fälligen Gebühren unterscheiden sich erheblich. So kostete die Wiederherstellung der Versorgung eines Zählpunktes von Haushaltskunden durchschnittlich 50 Euro (ohne USt.). Die tatsächliche Spannweite reichte allerdings von 15 bis 150 Euro.

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Quelle: Monitoringbericht 2018 der Bundesnetzagentur