Neue Norm zu Freileitungen im September 2019

Bereits im Juli 2017 wurde die DIN VDE 0212 „Armaturen für Freileitungen“ in Kraft gesetzt. Damit wurde eine neue Normenreihe gestartet.

Bereits im Juli 2017 wurde die DIN VDE 0212 „Armaturen für Freileitungen“ in Kraft gesetzt. Damit wurde eine neue Normenreihe gestartet. Durch geänderte mechanische Dimensionen wurden die Armaturen an den Stand der Technik angepasst. So wurden die Nenngrößen aktualisiert und neue Verbindungselemente aufgenommen.

Weitere Normen der Reihe 0212:
Im April 2019 wurden zwei weitere Normen in Kraft gesetzt: Die DIN VDE 0212-470:2018-09 „Abstandhalter“ und die DIN VDE 0212-434:2019-04 „Spannschlösser“. Diese ersetzt die bisherige DIN 48334:1977-07. Auch hier wurde auf geänderte Kräfte und Kurzschlussströme reagiert. Abmessungen, elektrische Begriffe und Kurzzeitströme wurden – wenn auch sehr hochspannungslastig – präzisiert.

Das zuständige deutsche Arbeitsgremium K 421 „Freileitungen“ hat ein Korrigendum zur DIN VDE 0210-2 erstellt. Diese Norm wurde inzwischen von der CENELEC genehmigt und als europäische Norm verteilt. Nach dem derzeitigen Stand wird die neue Norm im September 2019 für Deutschland in Kraft gesetzt.

Auch in anderen Arbeitskreisen gab es Neuauflagen und Änderungen:
Ungenormte Bezeichnungen, Begriffe und Parameter wurden in der DIN EN 61466:2019-01 „Verbund-Kettenisolatoren“, „Maße und elektrische Kennwerte“ erstmals festgelegt.

In der VDE Reihe 0675-6-11 „Ableiter“ wurden ebenfalls Anpassungen vorgenommen.

Mittlerweile existiert ein Entwurf der VDE 0101-1 „Starkstromanlagen mit Nennspannungen über 1 kV“. Dieser wird im K 222 „Errichten von Starkstromanlagen über 1 kV und deren Erdung“ behandelt.

Weitere Informationen erhalten Sie im Seminar„Nieder- und Mittelspannungsfreileitungen“ vom 24. bis 25. September 2019 in Hannover. Die Referenten im Seminar, Dirk Herweg und Andreas Grohs, sind auch die Autoren dieses Beitrags.