Stadtwerke-Studie 2020

Digitalisierung ermöglicht neue Geschäftsfelder

Nach eigener Einschätzung eröffnet die zunehmende Digitalisierung den Stadtwerken neue Geschäftsfelder. Das zeigt eine Befragung von 166 Stadtwerken durch den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Consulting-Gesellschaft EY. Laut dieser Umfrage sehen die Energieversorger großes Synergiepotential in den Bereichen Telekommunikation, Wohnungswirtschaft und Wärmeindustrie.

Insbesondere in der Wohnungswirtschaft sehen die Stadtwerke noch viel Potential. Im Fokus stehen dabei die Geschäftsfelder Energielieferung, Energiedienstleistungen und Smart Metering.

Dies sind die Ergebnisse der Stadtwerkestudie 2020, für die EY und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 166 Stadtwerke deutschlandweit befragt haben.

Metin Fidan, EY-Partner und Leiter Energiesektor für Deutschland, Österreich und die Schweiz, sagt: „Die Energiewirtschaft hat bereits viele Überschneidungen mit anderen Branchen. Auf der Suche nach aussichtsreichen neuen Geschäftsmodellen wird sie künftig noch stärker über den eigenen Tellerrand schauen. Insbesondere die Wohnungswirtschaft bietet sich als Kooperationspartner an: Dezentrale und klimafreundliche Energielösungen werden immer wichtiger.“

Künftig ergeben sich nach Ansicht von Fidan sogar noch mehr Möglichkeiten. „Die Smart Meter werden als Datendrehscheibe zu zahlreichen neuen Anwendungen, Produkten und Geschäftsmodellen führen. So sind unter anderem Kombitarife denkbar, die Elektromobilität mit einbeziehen. Mietern könnte außerdem die genaue Abrechnung zum Monatsende angeboten werden.“ Dementsprechend besitzt die Digitalisierung für 81 Prozent der Stadtwerke in den kommenden zwei bis drei Jahren eine besonders hohe Bedeutung und ist damit das Top-Thema der Branche. 73 Prozent wollen sich besonders der Optimierung interner Prozesse widmen, 72 Prozent der Personalentwicklung. Unter den digitalen Technologien nimmt das Smart Metering für 81 Prozent der Energieversorger die größte Relevanz ein dicht gefolgt von der Cybersecurity (75 Prozent).

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, hierzu: „Die Stadtwerkestudie zeigt, dass die Versorger die Digitalisierung als strategisches Instrument nutzen, um den Wandel zu gestalten und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Studie verdeutlicht auch, dass die Stadtwerke insbesondere Geschäftsfelder nah an ihrem Kerngeschäft erschließen: Dezentrale Stromerzeugung, Smart Metering und Elektromobilität liegen bei den befragten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern ganz vorne. Hinzukommen aber auch Telekommunikations-Dienstleistungen und Angebote in den Segmenten Smart Home und Smart Cities.“

84% der befragten Energieversorger sehen die Stadtwerke in Zukunft als Plattformbetreiber und dies vor allem bei der dezentralen Stromversorgung, gefolgt vom Smart Metering (72%) und Elektromobilität (71%).

„Als Plattformbetreiber können sich Energieversorger zum Dienstleister und Lösungspartner für Unternehmen, Städte, Kommunen und Verbraucher entwickeln“, betont Andreae.


Hier gehts es zur Stadtwerke-Studie 2020

 

Quelle: BDEW

X

Kontakt

EW Medien und Kongresse GmbH

Kaiserleistraße 8A
63067 Offenbach am Main

Hotline

+ 49 (0) 69 / 7104687-552

E-Mail

info@ew-online.de
oder zum Kontaktformular

Social Media Accounts

Direkt anmelden

Wenn Sie wissen, an welcher Veranstaltung Sie teilnehmen möchten, können Sie sich hier direkt anmelden!

Newsletter

Newsletter

Immer auf dem neuesten Stand. Abonnieren Sie hier wichtige Informationen!