Trinkwasserverschmutzungen – die Ursachen müssen bekämpft werden

Die Düngepraxis der Bauern zieht enorme Folgen für das Trinkwasser nach sich

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hat für 2017 den Wasserverbrauch deutscher Haushalte analysiert, wie die Grafik zeigt. Durchschnittlich kommen hier 123 Liter Wasser täglich pro Kopf-Verbraucher zusammen. Angefangen von Dusche, Badewanne und Waschbecken bis zum Verbrauch für Essen und Trinken. Dass Trinkwasser unersetzlich ist, steht außer Frage. Nur wie wird mit dem kostbaren Gut umgegangen?

Nach einer neuesten repräsentativen Umfrage des BDEW fordern 72 % der Befragten eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft. Die Düngepraxis der Bauern zieht enorme Folgen für das Trinkwasser nach sich, welches verbunden mit hohen Kosten gereinigt werden muss. Diese Belastungen des Trinkwassers nehmen vermehrt zu. Neben chemischen Mitteln aus Pflanzenschutzmitteln verschmutzen auch Medikamentenrückstände sowie Viren und Bakterien das Wasser.

Damit das Wasser seine Trinkqualität behält müssen Wasserversorger verstärkte Aufbereitungsmaßnahmen durchführen. Doch das Problem sollte an der Ursache bekämpft werden und die Politik und das Ziel einer ökologischen Landwirtschaft von 20 Prozent zu erreichen. Trotz neuem Düngerecht seit 2017 ist keine wesentliche Reduzierung der Nitratbelastungen im Grundwasser zu erkennen. Es kann sogar teilweise mehr gedüngt werden als zuvor. Die Gülle die auf die Felder kommt, entsteht wiederum aus Massentierhaltung. Hier muss ein gesamtheitliches Konzept stärker durchgreifen und keine Schlupflöcher lassen, im Sinne der Sauberkeit und Sicherheit für Trinkwassers und Umwelt. Verbraucher müssen zudem mitwirken und überprüfen, welchen Beitrag sie im Alltag leisten können.