Unerlaubte Telefonwerbung auch im Energiesektor weit verbreitet

Höhere Bußgelder für unerlaubte Werbeanrufe

Bis Ende November 2018 gingen über 58.000 schriftliche Beschwerden zu unerlaubter Telefonwerbung bei der BNetzA ein. Das bedeutet einen neuen Höchststand. Rund ein Drittel der Anrufe betrifft Werbung für Energieversorgungsprodukte.

Die BNetzA erwartet durch höhere Bußgelder eine Umkehr des Trends: Mehr als 800.000 Euro an Strafen mussten Unternehmen der Energieversorgung im vergangenen Jahr zahlen. 2018 wurde das höchstmögliche Bußgeld für unerlaubte Werbeanrufe von 300.000 Euro gegen zwei Energieversorgungsunternehmen verhängt. Dies betraf die Energysparks GmbH, die unter der hauseigenen Marke „Deutscher Energievertrieb“ telefonisch für einen Wechsel des Energielieferanten warben und dabei gegen wettbewerbsrechtliche Vorgaben verstießen. Einen weiteren Bußgeldbeschluss erhielt die SG Sales und Distribution GmbH. Ihnen wurde manipulative Gesprächsführung vorgeworfen.

Erfolge konnte die BNetzA besonders bei der Bekämpfung von sogenannten Ping-Anrufen verzeichnen. Dabei werden Anrufe von kostenpflichtigen Rufnummern getätigt, in der Hoffnung, dass die Empfänger zurückrufen und dann mit hohen Kosten rechnen müssen. Im vergangenen Jahr ist hier die Beschwerdezahl stark rückläufig gewesen, da die BNetzA angeordnet hat, dass in Mobilfunknetzen für bestimmte internationale Vorwahlen eine kostenlose Preisansage geschaltet werden muss, um die Verbraucher zu warnen.

Bringen Sie sich auf den neuesten Stand im Lauterkeitsrecht und stellen Sie Ihren Energievertrieb rechtssicher auf. Der BDEW-Informationstag „Wettbewerbsrecht und Datenschutz – Aktuelle Abmahnpraxis in der Energiewirtschaft“ am 27. Februar 2019 in Frankfurt am Main liefert die nötigen Hintergründe.