Unterzeichnung der Ausschreibung Wind an Land führt zu Höchstpreisen!

2019 gilt als das Entscheidungsjahr für die Energiewende

Die BNetzA hat die ernüchternden Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung Wind an Land bekannt gegeben. Da nur ein Drittel der ausgeschriebenen Menge von Geboten gedeckt wurde, erzielten alle Teilnehmer den zulässigen Höchstpreis. Unter den erfolgreichen Bietern tauchen neben den Bürgerprojekten und Projektierern auch EVU wie Entega Regenerativ, Envia Therm, Avacon Natur und der Stadtwerkeverbund Neustromland auf.

Diese Ausschreibung ist mit 208 MW von 650 MW ausgeschriebener Menge so deutlich unterdeckt, dass alle 32 Bieter den zulässigen Höchstwert durchsetzen konnten (6,20 Cent). Mit dieser Ausschreibung ist das Angebotsniveau in Bezug auf die ausgeschriebenen Mengen noch einmal deutlich gesunken. Von 71 % im Februar über 45 % im Mai auf nun nur knapp über 30 % am 1. August 2019. Damit führte das eingesetzte Ausschreibungsverfahren und dessen Unterdeckung zu steigenden Preisen.

Doch woran liegt die schleppende Beteiligung? Allein 11.000 MW Windenergieanlagen stecken im Genehmigungsverfahren fest oder können wegen anhängenden Klagen gegen die Genehmigungsbehörden nicht an Ausschreibungen teilnehmen. Zudem hat die Einführung des Ausschreibungsverfahrens mit einer gleichzeitigen Mengensteuerung die Planungssicherheit soweit erschwert, dass regulatorische Probleme für Projektierer ein enormes wirtschaftliches Risiko darstellen.

Die Energiewende kommt voran, aber zu langsam, hieß es im kürzlich veröffentlichten Fortschrittsbericht der Bundesregierung. Die aktuellen Zahlen sind aber auf die Erfolge aus der Vergangenheit zurückzuführen. Bundesweit ist der Ausbau der Windenergie fast zum Erliegen gekommen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden in Deutschland nur 86 neue Anlagen gebaut, während 51 alte Anlagen abgeschaltet wurden (ZfK, 7. August 19).

Die Probleme sind bekannt, der Druck steigt und 2019 gilt als das Entscheidungsjahr für die Energiewende. Am 20. September soll das komplette Maßnahmenpaket im Klimakabinett verabschiedet werden, kündigte Umweltministerin Svenja Schulze an.

Um die komplexen Zusammenhänge der erneuerbaren Energiewirtschaft zu verstehen, sind grundlegende Branchenkenntnisse notwendig. Die BDEW Akademie schafft mit dem „1x1 der Windenergie“ ein neues dreitägiges Seminar, das die rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge der Windenergie durchleuchtet.

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